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Liebe in Gefahr: Warum falsche Laken jede Romantik zerstören können

Ich war 15 Jahre alt, als ich die Diagnose Schuppenflechte bekam. Ein Mega-GAU! Denn plötzlich war ich nicht mehr Julius mit dem geilen Aufschlag, sondern der Typ mit der komischen Haut: „Was ist da am Ellenbogen? Sieht gar nicht gut aus. Ist das ansteckend?“ Die Fragen haben mich genervt. Und erst die Blicke: voller Mitleid. Damals trugen alle hautenge Dreiviertelhosen aus Lycra-Stretch.  Darin sah man aus wie Chris Pine als Captain Kirk in „Star Trek“: verwegen, sexy, cool. Ich konnte sie nicht kaufen, weil sie am Bein schubberten. Das verzeiht meine Haut nicht. Plaques bilden sich, die Haut wird wund, fängt an zu jucken, zu schuppen.

Meine Gefühle fuhren Achterbahn

Ich bildete mir ein, dass mich alle ständig anstarrten. Meine Gefühle fuhren Achterbahn: Ich schämte mich, wenn ich mit den Teamkollegen unter der Dusche stand oder mit Freunden im Freibad war. Ich wurde wütend, wenn meine Eltern fragten: „Wie geht es dir?“ Beim Hautarzt war es mir peinlich, über die Krankheit zu reden. Ich fühlte mich wie ein Außenseiter.

Knutschen war angesagt

Heute weiß ich, dass sich während der Pubertät niemand wohl in seiner Haut fühlt. Hormone schießen durch den Körper, Bart und Brusthaare sprießen. Die anderen Jungs jammerten über Pickel, bei mir „blühte“ die Psoriasis. Warum ich? Das fand ich ungerecht.

Im Schlafzimmer sank die Stimmung auf den Tiefpunkt

Schließlich verliebte ich mich – Knutschen war angesagt! Mit 17 machte ich mit meiner Freundin auf dem Sofa rum. Mir ging die Düse, und ich dachte: „Hoffentlich berührt sie mich nicht am Kopf und entdeckt die Plaques.“ Wir landeten im Schlafzimmer. Und dann die Katastrophe: schwarze Bettwäsche. Ich stotterte: „Ich habe Psoriasis. Es kann sein, dass du morgen überall weiße Schuppen findest.“ Nicht gerade das beste Timing. Puh. Die Stimmung war im Keller. Noch heute schüttele ich mich, wenn ich daran denke. Aber damals habe ich gelernt: Wird es kuschelig, am besten auf helle Bettwäsche aus Baumwolle achten, weil man darin weniger schwitzt. Das tut der Haut gut. Inzwischen habe ich auch alle engen Hosen und Pullover ausgemistet, die auf der Haut scheuern – zum Beispiel aus Wolle. Der sportliche Style hat zudem Vorteile: Ich habe in der Waschmaschine schon lange keine Pullover mehr geschrumpft.

Warum du beim Shoppen unbedingt darauf achten solltest, was auf dem Etikett steht, und weshalb Parfum im Waschmittel nicht gut für deine Haut ist, erfährst du in unserem Ratgeber "Kleidung bei Psoriasis"..